Knochendichtemessung (DXA)
Früherkennung, Diagnose und Vorsorge gegen Osteoporose
Die Knochendichtemessung, auch DXA-Messung (Dual-Röntgen-Absorptiometrie), ist das weltweit anerkannte Standardverfahren zur Diagnose von Osteoporose. Mit dieser modernen, strahlenarmen Untersuchung lässt sich zuverlässig feststellen, ob eine verminderte Knochendichte (Osteopenie) oder eine Osteoporose vorliegt – lange bevor Knochenbrüche entstehen.
Eine frühe Diagnose ist entscheidend, denn Osteoporose bleibt häufig unbemerkt, bis es zu schmerzhaften Wirbelkörperfrakturen oder anderen Knochenbrüchen kommt. Die Knochendichtemessung ist daher ein zentraler Bestandteil der Prävention, Therapieplanung und Verlaufskontrolle.
Warum ist eine Knochendichtemessung wichtig?
Früherkennung von Osteoporose, bevor Brüche entstehen
Bewertung des persönlichen Frakturrisikos
Kontrolle der Wirksamkeit einer bestehenden Osteoporose-Therapie
Entscheidungsgrundlage für medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlung
Die Untersuchung ist schmerzfrei, schnell (ca. 10 Minuten) und mit einer sehr geringen Strahlenbelastung verbunden.
Für wen wird eine Knochendichtemessung empfohlen?
Die DXA-Messung wird von internationalen Leitlinien und der DVO (Dachverband Osteologie) in folgenden Fällen empfohlen:
Frauen ab 65 Jahren und Männer ab 70 Jahren
Routine– unabhängig von Beschwerden
Frauen ab 50 Jahren und Männer ab 60 Jahren bei Risikofaktoren
Bei RisikoDazu gehören:
- frühzeitige Menopause
- familiäre Osteoporose-Belastung
- geringer BMI
- längere Immobilisation
- Rauchen oder Alkoholkonsum
- Vitamin-D-Mangel
- chronische Erkrankungen (z. B. Rheuma, Schilddrüsenerkrankungen)
Menschen jeden Alters mit hohem Risiko
Hohes RisikoWie zum Beispiel:
- Einnahme von Kortison über längere Zeit
- wiederholte oder „unfalluntypische" Knochenbrüche
- bekannte Osteopenie oder Osteoporose
- Wirbelkörperfrakturen im Röntgen/MRT
- langfristige Magensäureblocker (PPI)
- chronisch-entzündliche Erkrankungen
Wie läuft eine DXA-Knochendichtemessung ab?
Sie liegen entspannt auf dem Rücken.
Ein Scanner fährt langsam über Lendenwirbelsäule und Hüfte.
Ein Computer berechnet Ihre Knochendichte.
Sie erhalten im Anschluss einen ausführlichen Befundbericht inklusive:
- T-Wert und Z-Wert
- Interpretation nach internationalen Standards
- individuelle Risikoabschätzung
- Therapieempfehlung
Was bedeuten T-Wert und Z-Wert?
T-Wert
Vergleich mit gesunden jungen Erwachsenen
Z-Wert
Vergleich mit Menschen gleichen Alters (wichtig bei jüngeren Patienten)
Indikationen für eine Knochendichtemessung (Auswahl)
Was passiert nach der Messung?
Wir erstellen einen individuellen Behandlungsplan, der Folgendes umfassen kann:
Vitamin-D- und Kalziumoptimierung
regelmäßige Bewegung und Krafttraining
Sturzprophylaxe
Basistherapie (Lebensstil, Ernährung)
spezifische Osteoporose-Medikamente:
- Bisphosphonate
- Denosumab
- Teriparatid
- Raloxifen (je nach Leitlinie und Patientengruppe)
Regelmäßige Kontrollen in einem Abstand von 1–2 Jahren sichern den langfristigen Therapieerfolg.
Ihre Praxis für Knochendichtemessung (DXA) in Bad Krozingen
Wir verwenden ein modernes DXA-Gerät der neuesten Generation mit hoher Messgenauigkeit und zuverlässiger Auswertung nach DVO-Leitlinien.
Wir beraten Sie gerne persönlich – für eine stabile Knochengesundheit und mehr Lebensqualität.